BioNTech – die Corona-ImpfungLesezeit ~ 6 Min.

Von Torsten Seidel, aktualisiert am 5. März 2021.

Seit Dezember 2020 ist die Corona-Impfung in aller Munde. Deutschland sowie andere EU-Staaten haben sich schon Millionen Impf-Dosen bestellt. Seit Ende Dezember wurden erste Impfungen verteilt werden. Doch wie sicher ist die Impfung von BioNTech/ Pfizer wirklich und gab es bereits in der Vergangenheit Impfungen dieser Art?

Die Corona-Impfung BNT162b2 von BioNTech/ Pfizer

 Die Corona Impfung von BioNTech/ Pfizer
Die Corona Impfung von BioNTech/ Pfizer

Was den Impfstoff betrifft, überschlagen sich aktuell die Ereignisse. Die EU hat sich nun bereits hunderte Millionen Impfdosen bei BioNTech gesichert. Die Wirksamkeit soll bei mehr als 90% in der dritten Testphase liegen. Hier sollte man bedenken, dass dies Labor-Bedingungen sind wo Antigene gebildet wurden. Es ist eine ganz andere Frage, ob die Wirksamkeit unter natürlichen Gegebenheiten mit einem echten Virus ebenfalls so hoch ist. Auch ist nicht bekannt ob die Impfung eine sterilisierende Wirkung hat. Das heißt, ob ein Infizierter das Virus weiter gibt oder nicht – wie es eigentlich sein sollte. Über Nebenwirkungen spricht man nicht mehr seit der zweiten Testphase, Langzeit-Schäden können derzeit noch gar nicht abgesehen werden.

Entwickelt wurde der mRNA-Impfstoff von BioNTech zusammen mit dem US-Konzern Pfizer. Der klinisch geprüfte Impfstoff trägt den Namen BNT162b2. mRNA-Impfstoffe waren bisher noch nie im Einsatz. Es gab lediglich mRNA-Medikamente in der Krebsbehandlung nach Jahrelangen Testphasen.

Was sind mRNA-Impfstoffe eigentlich?

Wie funktioniert der mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus? Diese Frage möchte ich grob in Kürze beschreiben. Impfstoffe werden normalerweise mit toten Viren oder Teile von lebenden Viren durchgeführt. Diese müssen an Aluminium oder Quecksilber gebunden werden, um eine Immunreaktion auslösen zu können. Viren können aber auch auf abgetriebene Föten oder Hühnergewebe gezüchtet werden. RNA-Impfstoffe wie auch DNA-Impfstoffe funktionieren anders. Da aktuell DNA-Impfstoffe nicht vorbestellt sind, gehe ich nur auf die RNA-Präparate ein.

mRNA-Impfstoffe enthalten den genetischen Code der Stachel-Proteine. Aufgrund der Injektion mit dem RNA-Code, soll unser Körper selbst Teile des Virus herstellen. Er soll also Teil von unserem Körper werden, damit unser Immunsystem bereits Antikörper bilden kann und so auf das „echte Virus“ vorbereitet ist. Die RNA ist eine Kopie der DNA. Die RNA dringt also nicht in unserer eigenen DNA ein, bringt aber die Kopie (RNA) des Coronavirus mit.

mRNA-Impfstoffe gab es bisher noch nie, bzw. wurden bisher auch noch nie zugelassen. Geforscht wurde daran jedoch schon seit Jahrzehnten. Lediglich Medikamente in der Krebsbehandlung, die auf dieser Verfahrensweise basierten gab es bisher. Es ist jedoch ein Unterschied ob man derartige Medikamente für Menschen einsetzt, die ohne das Medikament sterben würden, oder ob man gesunde Menschen damit impft. Deshalb ist der Impfstoff sehr umstritten. So wird beispielsweise befürchtet, dass es zu Autoimmunreaktionen kommen könnte, wodurch gesunde Körperzellen des Impfstoffempfängers angegriffen und zerstört werden könnten.

Aber auch die Nebenwirkungen in den Testphasen waren schwerwiegend. Aus der zweiten Phase sind folgende Nebenwirkungen bekannt: ¹ ²

* Überschießende Immunreaktionen mit möglichen Spätfolgen
** Schmerzen nicht nur an der Injektionsstelle
*** Schwere Erschöpfung und Antriebslosigkeit

Man muss in dem Zusammenhang Wissen, dass die Entwicklung neuer Impfstoffe min. 5 Jahre dauert, durchschnittlich 8-10 Jahre. Aufgrund der sogenannten Teleskopierung wurden bei allen Impfstoffen die Zeiträume immens verkürzt. Das heißt, die ohnehin verkürzten Phasen greifen in einander ein. Phase 2 begann zur Hälfte von Phase 1, Phase 3 in der Mitte von Phase 2. Die Zulassung kommt folglich vor Abschluss von Phase 3. Erkenntnisse aus den einzelnen Phasen werden nicht oder nur ungenügend übernommen und berücksichtigt. Auch von offizieller Seite ist deshalb zu hören, dass der Impfstoff dieses mal „nicht so sicher sein wird, als üblich“.

Pflichtimpfung gegen COVID-19?

Aktuellen Meldungen zufolge wird es keine Pflichtimpfung geben – nur eine Empfehlung. Bereits September hat der Ethikrat gegen einen Immunitätsausweis gestimmt. Allerdings nur solange die Impfung nicht als „sicher“ gilt. Eine Empfehlung des Ethikrats gibt es aber für Personal im Pflege- und Gesundheitsbereich. Angestrebt wird eine „Herdenimmunität“. Diese sei ab 60% der Bevölkerung erreicht. Zunächst soll es deutschlandweit 60 Impf-Zentren geben, die wahrscheinlich bereits ab Mitte Dezember im Einsatz sind. Laut Pressekonferenz⁴ wegen der damit verbundenen Logistik. Der Impfstoff muss bei -70°C transportiert und gelagert werden. Später soll es auch einen Impfstoff geben, der bei Kühlschrank-Temperatur gelagert werden kann⁴.


Meine Literatur-Empfehlung*

🔗 Lothar Beckenbauer: Stärke dein Immunsystem – Kampf gegen Covid-19 – Schützen Sie sich vor dem Coronavirus und anderen Krankheiten
🔗 Clemens G. Arvay: Corona-Impfstoffe: Rettung oder Risiko? – Wirkungsweisen, Schutz und Nebenwirkungen der Hoffnungsträger
🔗 Uwe Gröber, Michael F. Holick: Corona, Influenza & Co. – Wie stärke ich mein Immunsystem? Dieses Buch gibt Antworten.

Interessant ist die Meldung von heute Morgen (24.11.2020) „Erste große Airline will Reisende nur noch mit Corona-Impfung befördern“.³ Die Rede ist von der australischen Fluggesellschaft „Qantas“. Andere Airlines werden dem Beispiel sicher folgen wie auch all jene die bereits einen negativen PCR-Test verlangen. Im Grunde kann das fast jedes Unternehmen mit eigener AGB fordern. Das wäre eine indirekte Impfpflicht, wenn man an bestimmten Dingen teilhaben will.


Quellen / Fußnoten anzeigen

¹ https://www.nature.com/articles/s41586-020-2639-4 (Frühe Auswertung RNA-Impfstoff BioNTech/Pfizer)
² https://youtu.be/mY1zQrfIa_s
³ https://www.welt.de/wirtschaft/article220882204/Qantas-Erste-grosse-Airline-verlangt-Corona-Impfung-von-Passagieren.html
https://www.facebook.com/rtdeutsch/videos/1348062515585679


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Torsten Seidel Hier schreibt: Torsten Seidel
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