Mund-Nasenschutz – wirklich gefährlich?

AKTUALISIERT: 23. November 2020 * LESEZEIT ~ 12 Min.

Seit Ende April tragen wir sie, die Maske. Der Mund-Nasenschutz soll uns schützen und eine zweite Welle verhindern. Ich habe mich einmal mit den verschiedenen Ausführungen der Masken befasst. Welche Arten von Mund-Nasenschutz dabei gut oder eher schlecht abschneidet sowie gesundheitliche Aspekte, sollen hier einmal tiefer beleuchtet werden. Auch geht es um Hintergründe, die zu wenig Gehör finden.

Schutzmasken und die gesundheitlichen Aspekte

Man sieht sie überall: beim Einkaufen, Bus- und Bahnfahrten als Pflicht-Accessoire oder an der frischen Luft als freiwilliger Schutz. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit sich an der frischen Luft anzustecken gleich Null, sofern genügend Abstand gewahrt wird. Vor der Einführung der Maskenpflicht stellten sich die Politik, Virologen wie Drosten oder das RKI deutlich dagegen. Drei Monate später sieht es eher so aus, als ob sich an dieser Situation nichts mehr ändern wird. Die meisten Menschen haben sich damit abgefunden, ein Großteil würde das Ende eher herauszögern, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Zu groß ist die Angst in der Bevölkerung.

Arten der Mund-Nasenschutz-Masken

Es gibt verschiedenen Schutzmasken für die Bevölkerung. Im folgenden ein kleiner Vergleich:

  • Mund-NasenschutzDiese Maske schützt das Umfeld, nicht aber den Träger.
  • FFP2/ FFP3-Maske ohne VentilDiese Maske schützt das Umfeld UND den Träger.
  • FFP2/ FFP3-Maske mit VentilDiese Maske schützt den Träger, nicht aber das Umfeld.
  • Selbst gemachte Maske aus BaumwolleDiese Maske schützt das Umfeld, den Träger etwas.
  • Schal / HalstuchDiese Maske schützt das Umfeld UND den Träger ETWAS.
  • Transparente VisiereGilt in Fachkreisen nicht als gleichwertige Alternative, da auch die Faktenlage dünn ist. Es soll vor Tröpfchen schützen. Visiere sind nicht Bundesweit zugelassen!
Corona Mund-Nasenschutz
Schal als Mund-Nasenschutz

Sinnvoll sind also lediglich die FFP2/FFP3 Masken ohne Ventil. Aber sollte man diese nicht vielleicht lieber den Pflege- und Klinik-Personal belassen, da es nach wie vor einen Mangel davon gibt und dort diese ggf. auch wirklich benötigt werden? Dies ist aber nur meine persönliche Meinung.

Alle anderen Arten von Masken geben nur leichten Schutz bis hin zu gar keinen – je nachdem ob der Träger oder das Umfeld geschützt werden soll (Selbstschutz, Fremdschutz lt. RKI).

Dr. Oliver Gralla von der „Urologie am Ring“ hat ebenfalls ein sehr interessantes Video hochgeladen². Das Video wurde vor der Maskenpflicht aufgenommen. Er plädiert vor allem auf Abstand und der richtige Hygiene. „Masken schützen nicht den Träger vor Viren“, erläutert er weiter. Aber das eigene Umfeld kann geschützt werden, sofern man infiziert ist und andere den Abstand wahren. Die Maske verhindert, dass Viren heraus geschleudert werden und bilden ein Aerosol, dass langsam nach unten fällt. „Die Maske allein, wird Sie nicht schützen“, so Dr. Gralla.

Das RKI plädierte ebenfalls vorrangig auf Hygienemaßnahmen. Also Abstand 1,5 bis 2 Meter, Hände gut Waschen, in die Armbeuge husten. Weiter heißt es vom RKI (Zitat)³:

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) trägt dazu bei, andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, zu schützen (Fremdschutz). Für diesen Fremdschutz durch MNB gibt es inzwischen erste wissenschaftliche Hinweise. Der Eigenschutz durch MNB ist bisher wissenschaftlich nicht belegt.

Warum der Träger in den meisten Fällen nicht geschützt ist

Wie bereits beschrieben, schützt die Alltags-Maske nicht wie von den meisten vermutet. Folgendes Zitat von „lungenaerzte-im-netz.de“¹ ist ebenfalls sehr Interessant bei der Bewertung dieser Frage:

Auch die Ausatemluft kann Viren enthalten. Wie Influenzaviren sind vermutlich auch Coronaviren in der Ausatemluft eines Infizierten nachweisbar. Viren wie z. B. Influenza (mit einer Größe von 120 nm) und Corona (mit max. 160 nm) fliegen nicht vereinzelt in der Luft herum, sondern sind in der Luft immer in größere Tröpfchen eingeschlossen, bewegen sich also in Form eines Aerosols. Beim Atmen stößt jeder Mensch kleinste Tröpfchen (von einer Größe von 1 µm) aus. Pro Atemzug können 1000-50.000 Tröpfchen enthalten sein. Beim Husten sind die Tröpfchen um ein Zehnfaches größer (über 10 µm). Somit bleiben über 90 % der Aerosole auch in Filtern hängen, die eine Maschengröße von 2µm haben.

Es ist also die Maschengröße entscheidend, die in den meisten Fällen nicht bekannt ist. Medizinische Masken der FFP-Klassifizierung erfüllen diesen Maßstab, sollten aber auch weiterhin dem Pflege- und Klinikpersonal vorbehalten bleiben.

Sachgerechte Verwendung von Masken

Eine sachgerechte Verwendung der Schutzmasken werden von den wenigsten – wenn überhaupt von jemanden im privaten Umfeld, erfüllt. So sollte eine Maske nicht länger als 1-2 Stunden getragen werden. Bei einem 8 stündigen Tagen der Maske, wären also min. 4 Masken erforderlich. Alternativ sollte sie zumindest täglich gewechselt und gewaschen werden (bei 60°), wenn die nicht den ganzen Tag getragen wird. Wer macht das? Über das dadurch entstehende Müllproblem, braucht man natürlich nicht zu diskutieren. Schon jetzt liegen die Einwegmasken auf jeden Parkplatz und in der Natur herum.

Der Bonner Virologe Hendrek Streek, Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn, sieht die Anwendung auch skeptisch (Zitat)⁴:

„Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen. Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze.“

Einen ähnlichen Wortlaut war auch bei der WHO zu lesen und bestätigt die oben erwähnte Verwendung, die höchstens Pflege- und Klinikpersonal erfüllen (sollten / müssen).

Risiken von Masken

Der Mensch ist wie jedes Lebewesen auf frischen Sauerstoff angewiesen. Sauerstoff wird eingeatmet, CO2 wird ausgeatmet. Aufgrund der Maske ist eine gewisse Barriere vor dem Mund. Davor entsteht ein feuchtes Milieu. Keime, Bakterien und ggf. Viren werden so aus- und wieder eingeatmet. Man kann davon ausgehen, dass Lungenkrankheiten in den nächsten Monaten ansteigen werden. Gerade wer über Stunden die gleiche Maske trägt, steht diesbezüglich in Gefahr vor Krankheiten.

Aufgrund der feuchten Luft unter den Maske, gelangen Viren von außen auch leichter in den Rachen und somit in die Lunge. Für gesunde Menschen ist dies deshalb ebenfalls ein Risiko.

Auch die Zahl der psychischen Probleme stieg an⁶. So meldete die KKH (Kaufmännische Krankenkasse) in den ersten 6 Monaten einen deutlichen Anstieg. Vergleichen zum Vorjahr wurden 80% mehr psychische Erkrankungen gemeldet. In Zahlen: 26.700 von 1,7 Millionen Versicherten bei der KKH. Existenzängste, finanzielle Sorgen und Ängste vor einer Infektion, die vor allem durch die Medien vorangetrieben wurde.

Ganz aktuell auch eine Studie der Leipziger Uniklinik. (Zitat)⁸

Körperliche Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden bei gesunden Individuen sind reduziert durch chirurgische Masken und stark beeinträchtigt durch FFP2/N95 Gesichtsmasken.

Studie des Universitätsklinikums Leipzig Fachmagazin „Clinical Research in Cardiology“. Klinik für Kardiologie.

So schränkt die Schutzmaske auch gesunde Menschen ein, wenn es um die körperliche Belastung geht. Laut der Studie des Universitätsklinikums Leipzig an 12 gesunden Männern, wurde festgestellt, dass sich das Volumen und die Geschwindigkeit der Atmung verringerte. Auch die maximale Kraft auf dem Fahrrad-Ergometer hat sich deutlich reduziert. Des Weiteren wurde eine schnellere Ansäuerung des Blutes bei Anstrengung registriert.

Auch die Mund-Hygiene leidet scheinbar¹⁰: „Wir sehen Entzündungen des Zahnfleisches bei Menschen, bei denen es immer gesund war, und Karies, den sie noch nie zuvor hatten“, sagt etwa der New Yorker Zahnarzt Rob Ramondi gegenüber der New York Post. „Ungefähr 50 Prozent unserer Patienten sind davon betroffen.“

Das bedecken fördere zudem Mundtrockenheit und die Ansammlung von Bakterien. Zahnmediziner Marc Sclafani gegenüber New York Post: „Zahnfleischerkrankungen – oder Parodontitis – können im schlimmsten Fall sogar das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöhen“. Weiter sagte Sclafani: „Menschen neigen dazu, durch den Mund anstatt durch die Nase zu atmen, während sie eine Maske tragen. Die Mundatmung verursacht den trockenen Mund, was zu einer Abnahme des Speichels führt – und Speichel ist das, was die Bakterien bekämpft, die Ihre Zähne reinigt.“ Mundgeruch ist eine Folge, aufgrund des fehlenden Speichels fördert dies aber auch Karies. Speichel neutralisiert die Säuren und dienst gleichermaßen zur Remineralisierung und beigt somit Zahnfleischerkrankungen vor.

Bekannt ist auch, dass die Kommunikation über Gestik für bestimmte Personen zum großen Problem wurde. So haben Taubstumme das Problem, nicht mehr vom Mund ablesen zu können. Auch viele alte Leute stehen vor dem Problem, ihre Pfleger und Pflegerinnen nicht mehr erkennen zu können, wenn diese mit Maske kommen⁷. Hier geht ein ganzen Stück Menschlichkeit verloren.

Fazit

Die Politik lobt sich nach wie vor, im richtigen Moment die Maskenpflicht eingeführt zu haben. Dieser Standpunkt hält beim Betrachten der Infektionsrate jedoch nicht stand, wie die folgenden Grafiken zeigen. Sicher kann eine Maske eine Ausbreitung eindämmen. Jedoch leben wir schon immer mit eine unendlichen Zahl von Viren und Bakterien zusammen. Hendrik Streek betont immer wieder, dass wir lernen müssen mit COVID-19 zu Leben.

Verlauf der Infektion zur Maskenpflicht in Deutschland (RKI)
Verlauf der Infektion zur Maskenpflicht in Deutschland (RKI)
Verlauf der Infektion zur Maskenpflicht in Deutschland (Hopkins)
Verlauf der Infektion zur Maskenpflicht in Deutschland (Hopkins)

In Österreich sieht es ähnlich aus. Die Zahlen waren schon rückläufig, als die Maskenpflicht eingeführt wurde. Im Juni wurde diese beendet und im Juli nach einem leichten Anstieg wieder eingeführt. Es ist aber nicht ersichtlich, dass sich dies positiv auswirkt – die Zahlen bleiben konstant.

Verlauf der Infektion zur Maskenpflicht in Österreich (Hopkins)
Verlauf der Infektion zur Maskenpflicht in Österreich (Hopkins)

Grafiken: Screenshots – Hopkins – RKI

Nur als Denkanstoß: Am 02. August kamen ca. 200.000 Menschen nach Berlin, so realistische Schätzungen (laut Polizei-Führung sogar 800.000)⁹. Auch 9 Tage nach diesem Ereignis gab es keine nennenswerten Neuinfektionen, die auf dieser Massenveranstaltung zurückzuführen sind. Anfang Juni kamen 50.000 Menschen in Wien zur „Black Life Matters“- Demo zusammen, ohne Maske und Mindestabstand. Auch an anderen Orten gab es verschiedenste Demos mit hunderte bis tausende Menschen. Im Mai zum Beispiel in Stuttgart mit 20.000 Menschen. In den Medien gab es keine Berichte zu Neuinfektionen, die auf Missachtung der Hygiene-Vorschriften zurückzufügen waren, egal was der Grund der Demo war.

Nebenbei – derweil rollt noch eine ganz andere Welle auf uns (Steuerzahler) zu¹¹. Eine Klagewelle von 48 Lieferanten, die vom Bundesgesundheitsministerium für 6 Milliarden Schutzmasken nicht oder nur teilweise bezahlt wurden, haben nach Auskunft des zuständigen Bonner Landgerichts gegenüber WELT AM SONNTAG Zivilklagen eingereicht. Pro Woche kommen etwa zehn weitere Klagen hinzu.

Ganzheitliche Sicht der Dinge

Ganzheitlich gesehen sollten Hygiene-Vorschriften eingehalten werden – unabhängig von Corona. Diese Regeln schützen uns wirklich. Darüber hinaus eine adäquate Versorgung mit Vitamin C und Vitamin D3⁵. Auch wenn es zu Vitamin C im Zusammenhang mit Corona noch keine Studie gibt, so stärkt dies das Immunsystem.

Ich persönlich finde es auch wichtig, keine Panik zu übernehmen. Dies erreicht man jedoch nur, wenn der Medienkonsum deutlich eingeschränkt wird. Dazu zählen für mich auch soziale Medien.

Darüber hinaus spielt auch die Ernährung eine wesentliche Rolle. Je mehr Vorerkrankungen, des so schwieriger der Verlauf der Krankheit. Dies betrifft aber u. a. auch anderen Infektionskrankheiten wie Influenza-Viren. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung unterstützt so generell die Gesundheit. Auch Bewegung in der freien Luft ist wichtig – ohne Maske. Die Mund-Nasenbedeckung demnach nur tragen, wo es wirklich vorgeschrieben ist (in Geschäfte, öffentlichen Verkehrsmitteln). Innerhalb eines Fahrzeugs ist im übrigen das tragen der Maske für den Fahrer verboten. Es drohen 60,- EUR Strafe laut StVO. Nötig (und sinnvoll) war es da zu keinem Zeitpunkt. Zum Schluss noch einmal die Worte von Virologe Streek: „Wir müssen lernen mit Covid-19 zu leben, wie mit den anderen Coronaviren auch“.

Quellen / Fußnoten öffnen…

¹ https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/covid-19/schutz-vor-ansteckung/
² https://www.youtube.com/watch?v=NSIUNAihOlY
³ https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Mund_Nasen_Schutz.html
https://www.esanum.de/today/posts/virologe-streeck-atemmasken-werden-oft-falsch-verwendet
https://www.amazing-discoveries.org/news/vitamin-d-gegen-covid-19.html
https://m.oe24.at/welt/plus-80-prozent-zahl-der-psychischen-erkrankungen-in-corona-krise-explodiert/440469744
https://www.youtube.com/watch?v=Yv0-VJjRgmo
https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/corona-studie-masken-beschraenken-belastbarkeit-100.html
https://www.youtube.com/watch?v=fOkQi19QffU
¹⁰ https://kurier.at/wissen/gesundheit/mask-mouth-masken-tragen-bedecken-des-mundes-hat-uebelriechende-nebenwirkung/400992719
¹¹ https://www.welt.de/politik/article213137526/Corona-Klagewelle-wegen-Maskeneinkauf-koennte-400-Millionen-Euro-kosten.html

 


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