Wissenschaftlich bestätigt – 8 Heilmittel der BibelLesezeit ~ 9 Min.

Von Torsten Seidel, 7. März 2024, aktualisiert am 7. März 2024.

Die Bibel ist rund 3500 Jahre alt. Vielen meinen, sie hat uns heute nichts mehr zu sagen. Anderseits sollten sich in einem so alten Buch auch interessante Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Krankheiten finden. Deshalb geht es in diesen Beitrag um 8 Heilmittel der Bibel, gewissermaßen 8 Heilfaktoren.

Ganzheitliche Gesundheit – Heilmittel der Bibel

Heilmittel der Bibel wissenschaftlich bestätigt
Ganzheitlich gesund – 8 Heilmittel der Bibel

Die Bibel gibt tatsächlich etliche Antworten auf Gesundheitsfragen. Gott schuf den Menschen »sehr gut«, ohne Wehwehchen oder Krankheiten. Es muss also Antworten in der Bibel geben. Und ja, es gibt sie primär im alten Testament. So finden wir 8 Hinweise, die man als »Heilfaktoren« bezeichnen könnte. Diese 8 Hinweise finden auch in der modernen Medizin und Natur-Heilkunde Anwendung. Und auch ich habe „meine Säulen“ darauf aufgebaut.

Die folgende Ausarbeitung soll kein Bibel-Studium darstellen. Viel mehr soll es eine Verdeutlichung sein, wie nahe sich Wissenschaft, moderne Medizin und Bibel eigentlich sind.

Faktor 1 – Vertrauen lernen

Der erste Punkt stammt aus dem Garten Eden (1.Mose 2,17), wo Satan Eva verführte. Adam und Eva hatten Anweisung, was sie dürfen und was nicht. Nur von dem einen Baum sollten sie nicht essen. Sie sollten auf Gott vertrauen, denn alle anderen Früchten durften sie essen. An anderer Stelle der Bibel ist zu lesen, dass man (als Christ) sich nicht sorgen soll, seine Not abgeben kann.

Gesundheits-Tipp: Stress und Überlastungen vermeiden, um psychosomatische Erkrankungen vorzubeugen. Das legt sich auf den Verdauungstrakt, was Magen-Darm-Beschwerden bis zu Depressionen zur Folge hat. Des Weiteren führt es zu Kalzium- und Magnesium-Mangel im Darm, was für einen guten Schlaf benötigt wird. Sorgen schaden uns. Wenn die Wirkung auch nicht die gleiche ist, so hilft es schon, mit einer vertrauten Person über Sorgen und Nöte zu sprechen. „In sich Hineinfressen“ bringt leider noch mehr Beschwerden mit sich.

Faktor 2 – Frische Luft einatmen

Zum Atmen wird frische Luft benötigt. Dies geschah am zweiten Schöpfungstag (1.Mose 1,6-7). Es ist möglich, einige Wochen ohne Nahrung und für einige Tage ohne Wasser auskommen – aber nur für einige Augenblicke ohne Luft.

Gesundheits-Tipp: Wer sich immer nur in geschlossene Räume aufhält, wird durch Sauerstoffmangel müde und schlapp. Das kann sich auch auf die Psyche legen, macht uns also krank. Sauerstoff ist in der Lage, Bakterien zu zerstören und wird für ein intaktes Immunsystem benötigt. Frische Luft beruhigt und trägt zum Wohlbefinden bei. Wenn man tagsüber im Büro sitzt und nicht raus kann, sollte zumindest ein Fenster geöffnet, und eine Pause im Freien genutzt werden – sofern möglich. Ungünstigerweise lassen es viele Berufe nicht zu.

Faktor 3 – Tägliche Bewegung hält fit

Gott setzte den ersten Menschen nicht auf die Couch vor den Fernsehapparat. Nein, er sollte den Garten bebauen, bewirtschaften und bewahren (1.Mose 2,15).

Als Gesundheits-Tipp heißt das, jeder benötigt tägliche Bewegung (und eine Aufgabe). Dabei sind täglich schon 20 Minuten ausreichend. Bewegung steigert das Wohlbefinden, lässt Stress abbauen und ist gut gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Spaziergang nach der Mahlzeit fördert die Verdauung. Und auch das Lymphsystem benötigt Bewegung. Man hat inzwischen auch festgestellt, dass gerade Gartenarbeit alle Arten gesunder Bewegung enthält.

Immer wieder ist von 10.000 Schritte zu lesen. Das entspricht rund 10 km! Als Sportler ist das sicher am Tag machbar. Ich halte nicht viel davon. Es genügt auch die Hälfte oder sogar nur 4000 Schritte. Man sollte das Niveau von wenigen Schritten steigern. Die »10.000 Schritte« haben ihren Ursprung in einer Werbekampagne in den 60er-Jahren bei den Olympischen Spiele in Tokio. Ein Anbieter für Schrittzähler bewarb das so, laut New York Magazine. „Es klingt für mich plausibel, dass das Ziel von 10.000 Schritten gewählt wurde, um einen gut klingenden Namen für Marketing-Zwecke zu kreieren“. Seitdem ist das die Zahl der Schritte, die sich mehr oder weniger durchgesetzt hat, ohne wissenschaftlicher Grundlage.

In dem TV-Beitrag hörte ich kürzlich, dass nur bis ca. 7000 Schritte gesundheitliche Vorteile messbar waren. Man kann auch mehr laufen, es hat dann aber keinen gesundheitlichen Effekt mehr, wie die Steigerung bis 7000 Schritte.

Faktor 4 – Sonnenschein unterstützt die Gesundheit

Nach dem Schöpfungsbericht schuf Gott am vierten Tag die Sonne (1.Mose 1,16).

Gesundheits-Tipp: Sonnenschein ist der einzige natürliche Vitamin D – Lieferant. Vitamin D wird zur Prävention vieler Krankheiten benötigt. Durch Sonnencreme wird jedoch die Aufnahme verhindert. Aber es werden min. 20 Minuten direkte Sonneneinstrahlung benötigt. Diese Zeit erhöht sich mit dem Körpergewicht. Sonnenlicht hilft beim Stressabbau, der Aufnahme von Sauerstoff, der Wundheilung sowie der Reinigung der Lunge. Gerade zwischen Herbst bis Ende Frühjahr sollte man auf Vitamin D3-Präparate oder Taglicht-Lampen zurückgreifen. Natürliche Sonne ist natürlich immer besser. Vor allem Arme und Rücken eignen sich für die Aufnahme besonders gut. Dennoch nicht übertreiben (Tipp 7).

Faktor 5 – Ruhe und Schlaf sind (über)lebensnotwendig

Am siebenten Tag ruhte Gott von der Arbeit (1.Mose 2,1-2), die er unter der Woche vollbracht hatte.

Gesundheits-Tipp: Studien haben gezeigt, dass Menschen diesen 7-Tage-Rhythmus benötigen. Aber hier ist nicht nur die Woche als ganzes zu sehen, sondern auch auf Ruhezeiten zwischen den Tagen. Denn auch Schlaf ist nötig. Die wichtigste Zeit der Nachtruhe geht von 22 Uhr bis 2 Uhr nachts. Ich weiß, 22 Uhr schaffen wohl die wenigsten, da wir alle Nachteulen geworden sind. Keiner kann jeden Tag arbeiten. Im Gegenteil. In Studien hat man Menschen ohne Ruhe einmal arbeiten lassen. Nach 14 Tagen brach man das Experiment ab, da bereits der erste an den Folgen gestorben war …

Ein Indikator, ob man ausreichend Schlaf hat, ist folgende Methode: Wenn wir ohne Wecker wach werden, ist alles in Ordnung. Starke Müdigkeit zur Mitte des Tages hingegen ist ein Zeichen für Schlafmangel. Interessant in dem Zusammenhang: Legen wir uns direkt nach dem Essen zu Bett, um ein Mittagsschläfchen zu machen, benötigt der Körper mit ungefähr 8 Stunden deutlich mehr Zeit zur Regeneration. Besser ist hier Bewegung. Außerdem, wer überwiegend gekochtes Essen isst, benötigen mehr Schlaf als solche, die mehr Rohkost essen. Deshalb benötigen fleischfressende Tiere mehr Schlaf als Tiere, die Pflanzen essen. (Groß-) Katzen zum Beispiel bis zu 20 Stunden am Tag!

Schlafen wir schlecht, hat das Folgen für den nächsten Tag, abgesehen von Müdigkeit: Wir kommen nämlich in die Insulinresistenz. Des Weiteren haben Untersuchungen gezeigt, dass wir nach schlaflosen Nächsten weniger Hilfsbereit sind (Quelle).

Faktor 6 – Wasser hält uns am Leben

Im Garten Eden gab es einen Wasserstrom, der alles bewässerte (1.Mose 2.10). Er diente allen Lebewesen als Wasserquelle.

Gesundheits-Tipp: Der Mensch besteht zu 60 % aus Wasser. Zwei Drittel davon in den Zellen. Nur durch Wasser können Stoffe im Körper transportiert werden – zu den Organen und auch von den Organen. Denn das sauerstoffarme, mit Kohlendioxid belastete Blut, muss auch wieder zurück zu den Lungen fließen. Die meisten Menschen haben jedoch ein „Trink-Problem“. Ich auch gelegentlich. Denn die meisten trinken zu wenig. Unter »ausreichend Trinken« versteht man reines Wasser. Kaffee, die meisten Teesorten, Säfte, Alkohol … zählen nicht, da diese Getränke neben Wasser weitere Stoffe enthalten, die erst verdaut werden müssen. Außerdem müssen sie über die Niere erst gereinigt werden. Reines Wasser hingegen wird sofort von den Zellen aufgenommen.

Die Tages-Menge kann man nicht pauschal bestimmen. Pauschal 2 Liter ist hier falsch, oder nur ein grober Richtwert. Es richtet sich viel mehr nach dem Gewicht. Diese einfache Formel wird uns aber Aufschluss geben: 30ml x kg = ml pro Tag. Beispiel: 30ml mal einem Gewicht von »80 kg« = 2400ml = 2,4l Wasser pro Tag. Wir sollten das Wasser aber nach Möglichkeit nicht schnell hinter trinken, sondern wie kauen und langsam trinken. Das fördert die Flüssigkeitsaufnahme und verhindert den vermehrten Toilettengang. Dazu kann ich dir eine der vielen »Trink-Apps« empfehlen. Sie vermittelt das Gefühl, wie viel man wirklich trinkt. Ich war, als ich meine Trinkgewohnheiten umgestellt habe, offen gesagt erschrocken.

Hinweis: Ernährt man sich gesund mit reichlich Obst und Gemüse, muss man sich nicht mehr nach dieser Regel richten, da in den Lebensmitteln ebenfalls viel natürliches Wasser vorhanden ist.

Faktor 7 – Alles in Maßen genießen

Adam und Eva sollten nur von vorgegebenen Früchten essen, nicht von dem Baum der Erkenntnis (1.Mose 2,16-17). Wieder eine Passage aus dem Garten Eden vor dem Sündenfall, der bereits im ersten Ratschlag zum Tragen kam. Nur hier geht es um die Mäßigkeit.

Gesundheits-Tipp: Es wird die Meinung vertreten, dass man alles in Maßen essen und trinken kann. Jedoch sollte man Getränke, Speisen und sonstige Aktivitäten, die nicht gut sind, ganz weglassen! Oder ist eine Zigarette am Tag okay? Nein, wie wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen. Gute Speisen und Getränke sollte man in Maßen genießen. Das kann man auch bei der Arbeit und den Freizeitaktivitäten anwenden, denn auch hier übernimmt man sich schnell. Lieber die besagten 4.000 Schritte, als unbedingt 10.000 Schritte durchsetzen zu wollen. Auch Sonnenlicht ist Gold wert, ein Sonnenbrand tut jedoch weh und schadet der Haut.

Faktor 8 – Gesunde und ausgewogene Ernährung

Die erste Nahrung für Mensch und Tier war fleischfrei (1.Mose 1,29). Heute sagt man dazu vegetarisch oder vegan. Gott erlaubte Fleisch in der Bibel erst nach der Sintflut, weil es danach ja zunächst keine Pflanzen mehr gab – bzw. diese erst wieder nachwachsen mussten. Folglich kann man davon ausgehen, dass Pflanzen bei ausreichender Verfügbarkeit Tieren vorzuziehen ist. Aber auch hier zeigte Gott ausgewählte Tiere, die als Nahrung dienen sollten. Dazu gibt es hier einen ganzen Beitrag.

Gesundheits-Tipp: Obst und Gemüse, Nüsse, Saaten und Getreide haben einen gesundheitsfördernden Effekt. Es sind ausreichend Antioxidantien und Vitalstoffe vorhanden, Ablagerungen in den Arterien werden vermieden oder bilden sich zurück. Somit entstehen viele Krankheiten gar nicht erst.

Resümee – Heilmittel der Bibel

Man kann also festhalten, die Ratschläge der Bibel sind sehr genau und auch in unserer Zeit nicht weniger wert als vor Tausenden vor Jahren. Die 8 Säulen decken ganzheitlich alle Bereiche des Lebens ab. Berücksichtigt schenken sie mehr Wohlbefinden im Alltag.

Bild von Rebekka D auf Pixabay

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Torsten Seidel Hier schreibt: Torsten Seidel
Gesundheits-Blogger mit Ausbildung zum ganzheitlichen Gesundheitsberater (fachliche Bez.: »Fachkompetenz für holistische Gesundheit«) mit Weiterbildung in Stressmanagement (IHK). Mehr Informationen in »Über mich«. Gern beantworte ich auch Leserfragen. | Beiträge abonnieren mit RSS-Feed.

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