Reine und unreine Tierarten in der BibelLesezeit ~ 15 Min.

Von Torsten Seidel, aktualisiert am 24. Februar 2021.

Laut der Statistik werden auch meine christlichen Beiträge sehr oft gelesen, auch wenn ich aktuell nicht viele davon habe und diese gar nicht bewerbe. Grund genug ein sehr interessantes Thema aufzugreifen: Reine und unreine Tierarten für den menschlichen Verzehr. Denn die Bibel ist sehr eindeutig, welche Tiere rein und unrein sind – welche der Mensch also essen kann und welche nicht. Ich möchte dies der heutigen Wissenschaft gegenüberstellen und ob diese Ansicht nicht völlig veraltet ist.

Rein vs. unrein – oder – Sinn und Unsinn?

Beim Thema „reine und unreine Tierarten“ rollen viele mit den Augen und schimpfen einerseits auf die Moslime die kein Schwein essen und anderseits auf die Juden wenn es um den Ursprung geht. Doch bereits zuvor war dies Thema in der Bibel und damit auch für Christen geschrieben. Und wer die Bibel kennt, weiß das die „Essensgebote“ nicht aufgehoben wurden. Doch der Mensch will es oft besser wissen und muss dann mit den Folgen leben, die meist erst Jahrzehnte später auftreten. In der Regel werden diese Beschwerden auch nicht mit den Essensgewohnheiten in Verbindung gebracht. Doch:

„Du bist was Du isst“!

Um zu verstehen worum es eigentlich geht, müssen wir einen Blick in die Bibel werfen:

3.Mose 11,2-3 Das sind die Tiere, die ihr essen dürft von allen Tieren auf Erden: Alles, was ganz gespaltene Klauen hat und wiederkäut unter den Tieren, dürft ihr essen.

Hier werden Tierarten wie Rinder/ Kühe, Ziegen, Schafe, Böcke und sogar die Giraffe genannt. Weiter heißt es:

3.Mose 11,4-8 Aber von den Wiederkäuern und denen, die gespaltene Klauen haben, sollt ihr die folgenden nicht essen: das Kamel; denn obgleich es wiederkäut, hat es doch keine gespaltenen Klauen; darum soll es für euch unrein sein; ebenso den Klippdachs; denn obgleich er wiederkäut, hat er doch keine gespaltenen Klauen; darum soll er für euch unrein sein; und den Hasen; denn obgleich er wiederkäut, hat er keine gespaltenen Klauen; darum soll er für euch unrein sein. Ferner das Schwein; es hat ganz gespaltene Klauen, aber es ist kein Wiederkäuer; darum soll es für euch unrein sein. Von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, auch ihr Aas nicht anrühren, denn sie sind für euch unrein.

3.Mose 11,20-31 Jedes geflügelte Kleingetier, das auf vier Füßen geht, soll für euch ein Greuel sein. Nur diese dürft ihr essen von dem geflügelten Kleingetier, das auf vier Füßen geht: die oberhalb ihrer Füße zwei Schenkel haben, mit denen sie über den Erdboden hüpfen können. Von diesen dürft ihr essen: alle Arten der Arbeh-Heuschrecke, alle Arten der Solham-Heuschrecke, der Hargol-Heuschrecke und der Hagab-Heuschrecke. Aber alles [übrige] geflügelte Kleingetier, das auf vier Füßen [geht], soll für euch ein Greuel sein. Auch alles, was auf seinen Tatzen geht unter den Vierfüßlern, soll für euch unrein sein; jeder, der ihr Aas anrührt, wird unrein sein bis zum Abend. Auch diese sollen für euch unrein sein von dem Gewimmel, das auf der Erde kriecht: Das Wiesel, die Maus, die verschiedenen Eidechsenarten; der Gecko, die Mauereidechse, die Letaa-Echse, der Salamander und das Chamäleon. Diese sollen für euch unrein sein unter allem, was kriecht.

Zu den Fischen und Geflügel heißt es weiter:

3.Mose 11,9-12 Diese [Tiere] dürft ihr essen von allem, was im Wasser lebt: Alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, im Meer und in den Flüssen, das dürft ihr essen. Aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, im Meer und in den Flüssen, unter allem [Getier], das sich in den Wassern regt, und von allem, was im Wasser lebt, das soll für euch ein Greuel sein. Ein Greuel sollen sie für euch sein; von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr verabscheuen. Alle Wassertiere, die keine Flossen und Schuppen haben, sollen für euch ein Greuel sein.

3.Mose 11,13-19 Von den fliegenden [Tieren] aber sollt ihr diese verabscheuen; man soll sie nicht essen, weil sie ein Greuel sind: Den Adler, den Lämmergeier und den Seeadler, die Weihe und die Habichtarten, alle Rabenarten, den Strauß, die Eule, die Möwe und die Falkenarten; das Käuzchen, den Kormoran, den Ibis, die Ohreneule, den Pelikan, den Aasgeier, den Storch, die Reiherarten, den Wiedehopf und die Fledermaus.

Soweit der Bibeltext. Die Bibel zeigt also eindeutig was gut und weniger gut ist, bzw. was gar nicht erst gegessen werden sollte. Was fehlt ist das „warum?“. Natürlich steht bei der heiligen Schrift „Vertrauen“ an oberster Stelle. Doch eine Antwort auf den Fragen wäre nicht schlecht. In der folgenden Übersicht gehe ich deshalb auf den zoologischen und gesundheitlichen Teil genauer ein.

Teil 1 – unreine Tiere am Land

Rein vs. Unrein
Rein vs. Unrein: Das Wildschwein
  • Das Kamel ist ein Wiederkäuer und hat gespaltene Hufen, doch es ist unrein. Warum? Das Kamel ist ein Wüstentier. Es hat sich den rauen Gegebenheiten der Wüste angepasst und muss sehr lange ohne Wasser und Futter auskommen, da es in der Wüste bekanntlich recht warm ist. Das Kamel müsste viel Wasser durch Schwitzen verlieren, was es aber nicht tut. Denn das Kamel erhöht einfach seine Körpertemperatur. Es sammelt sehr viele Mengen an Fett in dem Höckern. Außerdem ist es in der Lage, Harnstoffe zurück zu halten. Dadurch gelangen aber Giftstoffe in den Körper. Aus diesen Grund ist das Kamel unrein.
  • Der Klippdachs hat keine gespaltene Hufe, gehört aber zu den Wiederhäuern. Er frisst seinen eigenen Kot zur Verdauung. Außerdem hat er keine konstante Temperatur was eine unterschiedliche Gärung im Verdauungstrakt verursacht (und damit ein ungünstiges Bakterienprofil).
  • Der Hase und das Pferd müssen ebenfalls ihren Kot fressen. Dies ist für die Verdauung notwendig. Dadurch nehmen sie die Nahrung gewissermaßen zwei mal auf und haben wesentlich mehr Giftstoffe im Körper. Bekommt das Pferd jedoch hochwertiges Getreide, muss es keinen Kot fressen. Dadurch erhält es dann alle nötigen Stoffe und würde als rein gelten.
  • Das Schwein ist ein Allesfresser, egal welche Qualität. Es enthält also wesentlich mehr Giftstoffe als alle anderen Tiere! Das Schwein hat auch die Eigenschaft, Viren und Parasiten leicht den Menschen zu übertragen. Außerdem ist bei Schweinefleisch immer Fett dabei, auch wenn es abgeschnitten wird. Schweinefleisch verursacht u.a. Haut- und Gelenk-Krankheiten und aufgrund einer hohen Übersäuerung des Körpers ist es beteiligt an viele weitere (vermeidbare) Krankheiten.
  • Das Eichhörnchen frisst Saat, aber wenn er keine findet, frisst es auch Aas. Es sind dann wieder Giftstoffe vorhanden.
  • Reptilien, Frösche sind Kaltblüter die ihre Nahrung nur bei einer bestimmten Temperatur verdauen können. Weicht diese ab, entstehen mehr Giftstoffe.
  • Katze, Hund. Klar, welcher Mitteleuropäer würden die liebsten Haustiere essen. In Asien und anderen Teilen der Welt schaut das leider anders aus. Doch sie sind unrein weil sie Fleischfresser sind, wie alle Raubtiere. Und auch bei der Körperpflege geht es nicht „sauber“ zu.

Resümee der Landtiere: Nach der Bibel sollte man nur Pflanzenfresser mit Vormagen essen, wie es Rinder, Schafe und Ziegen beispielsweise sind.

Teil 2a – unreine Tiere im Wasser

  • Hai und Rochen leben im Meer, wo es sehr viel Salz gibt. Der Salzgehalt im Blut beträgt jedoch nur ein Drittel davon. Fische mit Flossen und Schuppen können das Meerwasser mit hohen Salzgehalt trinken und entsalzen. Über den Kiemen können sie es wieder ausscheiden. Der Hai kann dies jedoch nicht. Denn ihn fehlen bestimmte Enzyme in den Kiemen. Der Hai trinkt das Wasser nicht. Aber wie jedes Lebewesen produziert er dennoch Harnstoffe. Diese Giftstoffe scheiden wir eigentlich aus. Der Hai und der Rochen jedoch nicht, er hält den Harnstoff zurück. Er muss schlussendlich Harnstoffe bis ans Limit erhöhen, bis die Konzentration im Blut höher ist als die Osmolarität im Wasser. Durch Osmose wird dem Meer Wasser entzogen, die der Hai aufnimmt. Der Hai ist also mit Harnstoffen förmlich vergiftet, was ihm nicht schadet. Wenn also in Asien (…) gern die Flossen als Delikatesse gegessen wird, ist das nicht nur extrem ungesund, sondern auch ekelhaft.
  • Gliederfüßer wie Garnelen, Krebse, „Meeresfrüchte“ sind Aasfresser und daher Unrein.
  • Sondergruppe Thunfisch: Sie haben Schuppen, die man aber einfach wegwischen kann. Es ist daher grenzwertig, ob er als rein oder unrein gilt. Hier kann also jeder selbst entscheiden. Der Thunfisch hat jedoch eine Besonderheit, weshalb ich ihn als „Sondergruppe“ bezeichne. Als ich dies erfahren habe, verging mir der Appetit – und ich habe Thunfisch geliebt. Wenn man den frischen Fisch öffnet und das Fleisch ansieht, bemerkt man zunächst nichts. Bei genaueren betrachten sieht man jedoch unzählige Blasenwürmer, die farblich wie das Fleisch aussehen. In den Blasen befindet sich Harnstoff, was den pikanten Geschmack des Thunfisches ausmacht… In der Dose ist dies nachher nicht mehr sichtbar wie auch nicht nach den Auftauen.

Resümee der Wassertiere: Aasfresser haben gar keine Schuppen, reine Fische jedoch schon.

Teil 2b – Probleme der Umgebung im Meer

Rein vs. Unrein: Fisch
Rein vs. Unrein: Fisch
  • Algen und Muscheln setzen sich an Schiffe fest und beschädigen so den Rumpf. Dies verhindert ein Anstrich mit TBT (Tributylzinnhydrid). Dieser hochgradige Giftstoff vergiftet die Meere. Fische nehmen es auf und somit auch der Mensch. Der Giftstoff gelangt ins Fettgewebe. Sind wir einmal krank und essen weniger oder haben Fieber, wird es vom Körper aufgrund der Fettverbrennung aufgenommen. Somit helfen Medikamente deutlich schwächer als sie müssten. Auch bei Ausdauersport wird eine Fettverbrennung erreicht, wodurch es vom Körper aufgenommen wird.
  • Aufgrund der industrielle Verschmutzung der Meere, reichert sich in Fische Quecksilber an. Eine Quecksilbervergiftung hat viele Krankheiten zur Folge – ein hoher Fischkonsum vorausgesetzt.
  • Atom-Verschmutzung der Meere: März 2011 kam es zu einer Naturkatastrophe in Fukushima/ Japan. Ursache war ein Erdbeben. In 3 Blöcken kam es zur Kernschmelze. Durch große Mengen an radioaktiven Stoffe, wurden Luft, Erde und Wasser kontaminiert. Alle Fische leiden durch der extrem hohen Strahlung und man sollte keinen Fisch aus betreffenden Fanggebieten verzehren. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Stoffe heute noch ins Meer fließen! Darunter fallen die Fanggebiete im Pazifischen Ozean: 61, 67, 71, 77, 81, 87, 88. Behörden und Wissenschaftler spielen dies herunter da es um viel Geld geht und begrenzen diese max. auf die 61 und 67. Aber hält sich eine Strömung an einem vorgegebenen Fanggebiet?

Wir sehen hier sehr deutlich, dass auch reiner Fisch heute nicht mehr unbedingt gut ist. Der Mensch gibt sich Mühe, alles kaputt zu machen – er sägt den Ast ab, auf den er sitzt… Ich würde auf Fisch aus den Fangebieten 47 (Süd-Afrika) oder 27 (Nordsee, Ostsee, Nordostatlantik) zurückzugreifen. Mehr zum Thema „Fisch“…

Teil 3 – unreine Vögel

  • Adler, Lämmergeier, Seeadler, Weihe, Habichtarten. Rabenarten, Strauß, Eule, Möwe, Falkenarten, Käuzchen, Kormoran, Ibis, Ohreneule, Pelikan, Aasgeier, Storch, Reiherarten, Wiedehopf und die Fledermaus: Diese Tiere ernähren sich von Fleisch und sind aus diesen Grund unrein. Unrein sind alle Karnivore, also in diesen Zusammenhang Vögel die andere Tiere fressen. Auf dieser Art gelangen Giftstoffe in den Körper. Das Problem der heutigen Zeit: was bekommen Hühner heute zu fressen? Ist das immer vegetarisch? Leider nicht! Laut den BIO-Richtlinien sollte es bei BIO-Geflügel nicht vorkommen, dass Tiermehl verfüttert wird.

Teil 4 – Blut ist unrein

Die Bibel spricht sich eindeutig dagegen aus, Blut zu essen / trinken

3.Mose 17,12-14 Darum habe ich den Kindern Israels gesagt: Keine Seele unter euch soll Blut essen; auch der Fremdling, der unter euch wohnt, soll kein Blut essen. Und wenn ein Mensch von den Kindern Israels oder ein Fremdling, der unter ihnen wohnt, ein Wild oder einen Vogel erjagt, die man essen darf, der soll ihr Blut ausfließen lassen und mit Erde bedecken; denn [es ist] das Leben allen Fleisches; sein Blut gilt für sein Leben.

3.Mose 7,26-27 Ihr sollt auch kein Blut essen in allen euren Wohnungen, weder von Vögeln noch vom Vieh; jeder, der irgendwelches Blut isst, soll ausgerottet werden aus seinem Volk!

Apostelgeschichte 15,20 … sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten.

Erklärung: Die Frage nach dem „Warum“ ist direkt im Text enthalten. Blut ist das „Leben des Fleisches“. Ein weiterer Grund, bezogen im Kontext der Gesundheit: im Blut werden auch die Giftstoffe transportiert die das Tier aufgenommen und weitere Abfallstoffe hat. Und wenn das Tier erstickt wird, ist auch im Fleisch Blut und somit Giftstoffe die wiederum beim Essen aufgenommen werden.

Fazit

Ich denke die Erklärungen aus unserer Gegenwart sind eindeutig. Zudem gibt es unzählige Studien die belegen, wie ungesund beispielsweise Schweinefleisch ist. Die Bibel hat diese schon vor tausenden von Jahren gelehrt. Leider ist diese Welt mit ihrer ganzen Industrie und Umweltverschmutzung in keinen guten Zustand, weshalb auch viele eigentlich gute Nahrungsquellen verunreinigt werden. Fisch ist eigentlich gesund, sollte nun aber in kleinen Mengen gegessen werden. Rotes Fleisch wie neben das Schwein oder vom Rind, ist ebenfalls nicht mehr in größeren Mengen empfehlenswert. Einzig Geflügel bleibt – natürlich auch hier in mäßigen Mengen.

Hinweis: Ich habe keine Zoologie studiert. Wesentliche Erklärungen habe ich einen Vortrag von Dr. Prof. Walter Veit entnommen, der in der Zoologie zu Hause war.

 

Bibeltexte der Schlachter
Copyright © 2000 Genfer Bibelgestellschaft
Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

HINWEIS

Beiträge werden ↻ aktualisiert, wenn es neue Erkenntnisse durch Studien oder Forschungen gibt.

Torsten Seidel Hier schreibt: Torsten Seidel
Gesundheits-Blogger mit Ausbildung zum ganzheitlichen Gesundheitsberater (fachliche Bez.: "Fachkompetenz für holistische Gesundheit"). Mehr Informationen in "Über mich". Gern beantworte ich auch Leserfragen. | Beiträge abonnieren mit RSS-Feed.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 verfügbare Zeichen

Datenschutzbedingung zur Kenntniss genommen.