Wieso Schweinefleisch so ungesund ist und die AlternativenLesezeit ~ 11 Min.

Von Torsten Seidel, 2. März 2021, aktualisiert am 17. Mai 2021.

Kürzlich beschrieb ich reine und unreine Tierarten der Bibel. Darin ging es auch um Schweinefleisch. Im letzten Beitrag habe ich nur kurz angerissen, wieso Schweinefleisch ungesund ist. Im Folgenden möchte ich darauf etwas näher ins Detail gehen.

Schweinefleisch auf dem Prüfstand

Schweinefleisch
Schweinefleisch auf dem Prüfstand

Es ist keine Überraschung, dass Schweinefleisch auch generell als ungesund gilt. Bei verschiedenen Krankheiten sollte man Schweinefleisch meiden. Warum das so ist, wird meist nicht erwähnt. Deshalb möchte ich einmal ins Detail gehen, wieso Schweinefleisch tatsächlich nicht gesundheitsfördernd ist.

Schweinefleisch bringt gleich mehrere Nachteile mit sich. Einerseits übersäuert es den Körper enorm, andererseits hat Schweinefleisch ein völlig ungesundes Fettsäureprofil. Denn Schweinefleisch enthält große Mengen Omega-6-Fettsäuren, genauer: die Arachidonsäure.

Die Omega-Fettsäuren

Um das große Thema der Fette etwas zu verdeutlichen, möchte ich einmal auf die verschiedenen Fette eingehen. Die für den Menschen essenziellen (lebensnotwendigen) Fettsäuren sind folgende:

  • Alpha-Linolensäure (ALA, Omega-3-Fettsäure)
  • sowie die Linolsäure (LA, Omega-6-Fettsäure)

Des Weiteren gibt es die Fettsäuren:

  • Eicosapentaensäure (EPA, Omega-3-Fettsäure)
  • Docosahexaensäure (DHA, Omega-3-Fettsäure)
  • Arachidonsäure (AHA, Omega-6-Fettsäure)

Die Fettsäuren EPA, DHA, ARA, sind ebenfalls essenziell. Eine separate Versorgung ist bei einer gesunden Ernährung jedoch nicht notwendig. Denn der Organismus ist in der Lage, aus der Alpha-Linolensäure die beiden Fettsäuren EPA sowie DHA herzustellen. Aus der Fettsäure Linolsäure kann er die Arachidonsäure herstellen. Eine ausreichende Versorgung an Alpha-Linolensäure sowie Linolsäure sind Voraussetzung und sorgen für das richtige Verhältnis.

Ein falsches Fettsäureverhältnis

Unsere heutige Ernährung hat ein Problem mit dem Verhältnis der Fettsäuren. Denn unsere Ernährung enthält leider mehr entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren. Denn es wird reichhaltig Linolsäure verzehrt, während Alpha-Linolensäure in unserer modernen Ernährung Mangelware ist.

Ein Überschuss an Linolsäure hemmt jedoch die Umwandlung von Alpha-Linolensäure in die beiden entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Stattdessen führt es zu einer übermäßigen Bildung von Arachidonsäure. Dies fördert Entzündungsprozesse. Entzündungsprozesse fördern wiederum die Entwicklung von Krankheiten, die auf chronische Entzündungsprozessen beruhen. Dazu gehören unter anderem Arthritis, Diabetes, Arteriosklerose, aber auch Multiple Sklerose sowie Alzheimer.

Das heutige Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 ist vollkommen aus dem Rahmen gefallen. Durchschnittlich essen wir 20- bis 50-mal mehr Omega-6-Fettsäuren als Omega-3-Fettsäuren. Das richtige Omega-6-Omega-3-Fettsäurenverhältnis würde jedoch bei etwa 3 bis 5:1 liegen.

Omega-6-Fettsäuren sind natürlich ebenfalls lebensnotwendig, jedoch muss das Verhältnis zu Omega-3 immer stimmen! Es gibt an dieser Stelle kein Gut und Böse, nur ein falsches Mengenverhältnis. Beide Fettsäuren sind essenziell.

Nur liegt das Verhältnis bei 100 g Schweinefleisch bei 40 mg Omega-3-Fettsäuren und 1070 mg Omega-6-Fettsäuren. Und auch im Vergleich zu anderen Inhaltsstoffen, schneidet Schweinefleisch weniger gut ab.

Schweinefleisch übersäuert den Körper

Wie eingangs bereits erwähnt, entstehen bei der Verstoffwechselung von Schweinefleisch Schwefelsäure und Salpetersäure. Diese Säuren sind für eine Übersäuerung des Körpers mitverantwortlich und müssen den Körper wieder verlassen. Sie werden entweder über die Ausscheide-Organe ausgeschieden oder müssen neutralisiert und in Form von Neutralsalze im Körper eingelagert werden. Treffen über einen langen Zeitraum zu viele Säuren ein, fällt dies dem Körper immer schwerer und es entstehen Krankheiten, weil dafür Mineralien nötig sind und an anderer Stelle fehlen.

Über den »Säure-Base-Haushalt« habe ich im Beitrag »Der mögliche Ursprung von Arthrose und Arthritis« bereits geschrieben. Der Beitrag findet sich hier … (öffnet im neuen Fenster)

Schweinefleisch und Giftstoffe

Ernährung - Back to the Roots
Ernährung – Back to the Roots

Das Schwein ist ein Allesfresser. Egal, welche Qualität, das Schwein wird es fressen. Diese Giftstoffe verlassen jedoch den Körper nicht mehr. Sie finden sich im Fettgewebe und im Blut und landen unweigerlich auf dem Teller, da man das Fett auch nicht meiden kann. Dies liegt auch daran, dass Schweine nicht schwitzen können (abgesehen kleine Mengen über die Nase) und so Giftstoffe nicht über die Haut ausleiten können. Schweinefleisch enthält so mehr Giftstoffe als alle anderen Fleischsorten. Des Weiteren überträgt Schweinefleisch auch Viren und Parasiten leichter auf den Menschen, als andere Tierarten.

Verarbeitetes Fleisch

Ob Steak oder Wurst – in der heutigen Zeit finden wir eine große Vielfalt an verarbeiteten Fleischprodukten. Gerade wenn auch wieder die Grillzeit beginnt, mit all den Angeboten, kommt man um verarbeitetes Fleisch kaum herum.

Des Weiteren gehört Schweinefleisch zu den sogenannten »roten Fleischsorten«. Diese stehen im direkten Zusammenhang mit Darmkrebs¹ und anderen Krebserkrankungen. Empfehlenswert sind alternativ in dem Zusammenhang „weiße Fleischsorten“ wie Geflügel.

9 Punkte zusammengefasst: Schweinefleisch aus gesundheitlicher Sicht

Schweinefleisch gehört bekanntermaßen in Deutschland traditionell zu den am häufigsten verzehrten Fleischsorten. Ob Bratwurst, Schnitzel oder Schinken – es ist kulturell tief verwurzelt. Doch während frühere Generationen Fleisch meist als seltene Sonntagsmahlzeit kannten, ist es heute Alltagskost geworden. Genau hier beginnt das Problem: Nicht das gelegentliche Stück Fleisch steht im Fokus moderner Kritik, sondern der regelmäßige, hohe Konsum – insbesondere in verarbeiteter Form.

Im Folgenden betrachten wir die wichtigsten wissenschaftlich belegten Aspekte.

1. Schweinefleisch als „rotes Fleisch“ – was bedeutet das?

Schweinefleisch zählt ernährungswissenschaftlich zu den sogenannten „roten Fleischsorten“. Die rötliche Farbe entsteht durch einen hohen Gehalt an Myoglobin – einem eisenhaltigen Protein.

Warum ist das relevant?

Häm-Eisen, das in rotem Fleisch vorkommt, steht im Verdacht:

  • oxidative Prozesse im Körper zu fördern
  • die Bildung freier Radikale zu begünstigen
  • entzündliche Prozesse im Darm anzuregen

Oxidativer Stress gilt als ein zentraler Mechanismus bei der Entstehung chronischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs.

2. Krebsrisiko und die Einstufung durch die WHO

Im Jahr 2015 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verarbeitetes Fleisch als „karzinogen für den Menschen“ (Gruppe 1) ein. Rotes Fleisch – und damit auch Schweinefleisch – wurde als „wahrscheinlich karzinogen“ (Gruppe 2A) klassifiziert.

Die Auswertung erfolgte durch die Krebsforschungsagentur IARC auf Basis hunderter epidemiologischer Studien.

Besonders betroffen: Darmkrebs

Ein regelmäßiger Verzehr von verarbeitetem Fleisch erhöht das Risiko für Darmkrebs signifikant. Bereits 50 g verarbeitetes Fleisch täglich (z. B. zwei Scheiben Schinken) erhöhen das Risiko messbar.

Mögliche Ursachen:

  • Bildung von Nitrosaminen durch Pökelsalz
  • Häm-Eisen-induzierte oxidative Schäden
  • Entzündungsfördernde Veränderungen im Darmmilieu
  • Bildung heterozyklischer Amine (HCA) und polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) beim starken Erhitzen

Besonders beim Grillen oder scharfen Anbraten entstehen diese problematischen Verbindungen.

3. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Cholesterin

Schweinefleisch – insbesondere fettreiche oder verarbeitete Produkte – enthält relevante Mengen gesättigter Fettsäuren. Diese können:

  • LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin) erhöhen
  • Arteriosklerose fördern
  • Entzündungsprozesse in Gefäßwänden verstärken

Zusätzlich enthalten Wurstwaren häufig große Mengen Salz. Ein dauerhaft erhöhter Salzkonsum begünstigt:

  • Bluthochdruck
  • Gefäßschäden
  • erhöhtes Schlaganfallrisiko

Gerade in einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen zählen, ist dieser Zusammenhang nicht zu unterschätzen.

4. Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes

Langzeitstudien zeigen, dass der regelmäßige Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist.

Mögliche Mechanismen:

  • Entzündungsfördernde Stoffwechselprozesse
  • Eisenüberladung durch Häm-Eisen
  • Insulinresistenz durch gesättigte Fettsäuren
  • Gewichtszunahme bei hoher Energiedichte

Interessant ist: Das Risiko steigt besonders deutlich bei verarbeitetem Schweinefleisch wie Wurst, Speck oder Schinken.

5. Entzündungen und das Darmmikrobiom

Ein Bereich, der in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat, ist die Darmgesundheit.

Eine fleischreiche Ernährung – insbesondere mit verarbeitetem Fleisch – kann:

  • die Zusammensetzung der Darmflora verändern
  • entzündungsfördernde Bakterien begünstigen
  • schützende, ballaststoffliebende Bakterien reduzieren

Zudem entsteht beim Abbau von Carnitin (reichlich in rotem Fleisch enthalten) durch Darmbakterien Trimethylamin-N-oxid (TMAO). Ein hoher TMAO-Spiegel wird mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.

6. Parasiten und Hygieneaspekte

Historisch war Schweinefleisch immer wieder mit Parasiten wie Trichinen belastet. Moderne Lebensmittelkontrollen haben dieses Risiko stark reduziert – dennoch zeigt es, dass Schweinefleisch biologisch anfälliger für bestimmte Erreger sein kann.

Hinzu kommt: Schweine gelten als Allesfresser. In industrieller Haltung kann das Futter problematische Rückstände enthalten. Auch Antibiotikaeinsatz in der Tiermast ist ein relevanter Diskussionspunkt im Hinblick auf Resistenzentwicklung.

7. Industrielle Verarbeitung – das eigentliche Kernproblem

Viele gesundheitliche Risiken betreffen weniger das unverarbeitete Stück Fleisch, sondern stark verarbeitete Produkte:

  • Wurst
  • Schinken
  • Salami
  • Bacon
  • Fertiggerichte mit Schweinefleisch

Diese enthalten häufig:

  • Nitritpökelsalz
  • Phosphate
  • Geschmacksverstärker
  • hohe Mengen Salz
  • versteckte Zucker

Hier zeigt sich deutlich: Je stärker ein Lebensmittel technisch verändert wird, desto weiter entfernt es sich von einer natürlichen Ernährung.

8. Traditionelle Betrachtung

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Fleisch war nie Alltagsnahrung. Es war Festessen. Seltenheit sorgte automatisch für Maßhalten.

Die traditionelle bäuerliche Küche bestand überwiegend aus:

  • Getreide
  • Hülsenfrüchten
  • Gemüse
  • Kartoffeln
  • gelegentlich etwas Fleisch

Der heutige Konsum liegt deutlich darüber. Vielleicht ist es weniger die Frage „ob“, sondern vielmehr „wie viel“ und „wie oft“.

9. Was bedeutet das konkret für die Praxis?

Es geht nicht um Panikmache, sondern um kluge Entscheidungen.

Sinnvolle Maßnahmen können sein:

  • Verarbeitetes Schweinefleisch stark reduzieren
  • Fleischkonsum insgesamt bewusst einschränken
  • Pflanzliche Eiweißquellen integrieren (Linsen, Bohnen, Nüsse)
  • Auf hochwertige, möglichst unverarbeitete Produkte achten
  • Schonende Zubereitung bevorzugen

Viele gesundheitliche Vorteile entstehen nicht durch Extreme, sondern durch konsequentes Maßhalten.

Fazit

Die wissenschaftliche Datenlage zeigt klar: Ein hoher und regelmäßiger Konsum von Schweinefleisch – insbesondere in verarbeiteter Form – ist mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken verbunden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Darmkrebs und chronische Entzündungsprozesse stehen in statistischem Zusammenhang mit erhöhtem Konsum.

Die gute Nachricht: Ernährung ist beeinflussbar. Jeder Einkauf, jede Mahlzeit ist eine Entscheidung für oder gegen langfristige Gesundheit. Manchmal lohnt es sich, alte Prinzipien wiederzuentdecken: Natürlichkeit, Maß, Qualität statt Quantität.

Ein Wechsel zu anderen Fleischsorten oder einer fleischfreien Ernährung bringt nur Vorteile für die eigene Gesundheit (und das Tierwohl). Ich hätte im Text auch auf noch viel mehr Nachteile eingehen können, wie das erhöhte Risiko einer Fettleber.

Ich würde gänzlich auf Schweinefleisch und Produkte daraus verzichten. Wenn Fleisch, dann Geflügel oder in kleinen Mengen Rind. Generell sollte Fleisch die Beilage sein und nur einen kleinen Teil auf dem Teller ausmachen.

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1. Einstufung durch internationale Gesundheitsbehörden

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der
Weltgesundheitsorganisation, veröffentlichte 2015 eine umfassende Auswertung von über 800 Studien.

Ergebnis:
  • Verarbeitetes Fleischkarzinogen für den Menschen (Gruppe 1)
  • Rotes Fleisch (inkl. Schweinefleisch)wahrscheinlich karzinogen (Gruppe 2A)
Quelle:
  • Bouvard et al. (2015). Carcinogenicity of consumption of red and processed meat.
    The Lancet Oncology, 16(16), 1599–1600.
    DOI: 10.1016/S1470-2045(15)00444-1
  • IARC-Monographie Band 114.


2. Darmkrebs-Risiko

Die IARC kam zu dem Schluss:

50 g verarbeitetes Fleisch täglich erhöhen das Darmkrebsrisiko um etwa 18 %.

Quelle:
  • International Agency for Research on Cancer (2015).
    IARC Monographs Volume 114.

Zusätzlich bestätigt durch:

  • Chan et al. (2011). Red and processed meat and colorectal cancer incidence.
    PLoS ONE, 6(6): e20456.
    DOI: 10.1371/journal.pone.0020456

3. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine große Meta-Analyse in:

Circulation

zeigte, dass insbesondere verarbeitetes Fleisch signifikant mit erhöhtem Risiko für koronare Herzkrankheit verbunden ist.

Quelle:
  • Micha et al. (2010). Red and processed meat consumption and risk of incident coronary heart disease.
    Circulation, 121(21), 2271–2283.
    DOI: 10.1161/CIRCULATIONAHA.109.924977

Mechanismen:

  • Gesättigte Fettsäuren → LDL-Erhöhung
  • Natrium → Bluthochdruck
  • TMAO-Bildung → Gefäßschäden

4. Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes

Eine große systematische Übersichtsarbeit im:

American Journal of Clinical Nutrition

zeigte ein erhöhtes Diabetesrisiko bei regelmäßigem Konsum von verarbeitetem Fleisch.

Quelle:
  • Pan et al. (2011). Red meat consumption and risk of type 2 diabetes.
    American Journal of Clinical Nutrition, 94(4), 1088–1096.
    DOI: 10.3945/ajcn.111.018978

Erhöhtes Risiko besonders bei:

  • Speck
  • Wurst
  • Schinken

5. Häm-Eisen & oxidative Prozesse

Häm-Eisen kann oxidativen Stress im Darm fördern und die Bildung von N-Nitroso-Verbindungen begünstigen.

Quelle:
  • Bastide et al. (2015). Red meat and processed meat consumption and cancer risk.
    Annual Review of Nutrition, 35, 259–283.
    DOI: 10.1146/annurev-nutr-071714-034819

6. Nitrosamine & Verarbeitung

Nitritpökelsalz kann unter bestimmten Bedingungen N-Nitroso-Verbindungen bilden, die als krebserregend gelten.

Quelle:
  • EFSA (European Food Safety Authority) (2017).
    Re-evaluation of nitrites and nitrates as food additives.
    EFSA Journal 2017;15(6):4786

7. TMAO und Herzrisiko

Trimethylamin-N-oxid (TMAO) entsteht beim Abbau von Carnitin aus rotem Fleisch.

Quelle:
  • Tang et al. (2013). Intestinal microbial metabolism of phosphatidylcholine and cardiovascular risk.
    New England Journal of Medicine, 368, 1575–1584.
    DOI: 10.1056/NEJMoa1109400

8. Deutsche Fachgesellschaften

Auch die
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
empfiehlt, Fleischkonsum auf 300–600 g pro Woche zu begrenzen.

Quelle:

DGE (2020). Vollwertige Ernährung – 10 Regeln der DGE.


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Torsten Seidel Hier schreibt: Torsten Seidel
Gesundheits-Blogger mit Ausbildung zum ganzheitlichen Gesundheitsberater (fachliche Bez.: »Fachkompetenz für holistische Gesundheit«) mit Weiterbildung in Stressmanagement (IHK). Mehr Informationen in »Über mich«. Gern beantworte ich auch Leserfragen. | Beiträge abonnieren mit RSS-Feed.

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